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Die Hanse

Die Geschichte der Hanse nahm Mitte des 13. Jahrhunderts ihren Anfang. Ein anfänglicher Kaufmannsbund entwickelte sich zu einem niederdeutschen Städtebund. Dem Bund gehörten rund 70 Städte an, wie zum Beispiel Wismar, Rostock, Lübeck, Stralsund, Greifswald, Stettin, Danzig und Riga. So begann ein reger Handel zwischen West- und Osteuropa, der zum Ziel hatte, die Handelswege über die Ostsee zu sichern, im Kriegsfall gegenseitige Hilfe leisten zu können und wirtschaftliche Verbindungen auszubauen. Die Städte gelangten so zu einem gewissen Wohlstand, der es ihnen ermöglichte, ihren Landesherren Kredite zukommen zu lassen, was den Städten wiederum viele Vorteile brachte. Der Handel mit Fisch, Salz, Butter und Getreide führte bis nach Norwegen, Belgien, England und Italien.


Es existierten noch rund 100 weitere Mitglieder, die mit der Hanse eher locker verbunden waren. Um welche Städte es sich genau handelt, ist nicht mehr festzustellen, da kein offizielles Verzeichnis geführt wurde. Die erfolgreiche Arbeit der Hanse konzentrierte sich vollkommen auf die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit anderen Städten, politische Aspekte ließ sie grundsätzlich außen vor. Trotzdem konnte sie enormen wirtschaftlichen Druck ausüben, der zum Beispiel mit Handelsblockaden zum Ausdruck gebracht wurde. So wurden englische Handelsleute seinerzeit als Konkurrenten angesehen und mit Einfahrtsverboten in den Ostseeraum belegt. Bis Mitte des 15. Jahrhunderts wurde der Fernhandel Nordeuropas von der Hanse weitgehend beherrscht, eine Monopolstellung wurde aber nie erreicht.


Mit Amerika wurden im 16. Jahrhundert neue Handelswege entdeckt. Da sich der Schwerpunkt des Handels nun auf Übersee verlagerte, wurde die Hanse zusehends schwächer. Kredite an die Landesherren konnten nicht mehr gezahlt werden und es fehlte immer mehr an eigenem Schutz. Im 30-jährigen Krieg wurde das Ende der Hanse mit der Abtretung der Orte Stralsund und Wismar an Schweden endgültig besiegelt. Der letzte Hansetag fand im Jahre 1669 in Lübeck statt.







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